Eine sachgerechte Lagerung von Modelleisenbahnen schützt Lokomotiven, Wagen und Zubehör vor Staub, Feuchtigkeit und Materialalterung. Wer seine Sammlung regelmäßig pflegt und richtig aufbewahrt, erhält Funktion und Wert seiner Modelle über viele Jahre hinweg.
Modelleisenbahnen bestehen aus empfindlichen Materialien wie Kunststoff, Metall und Elektronik. Unsachgemäße Lagerung führt schnell zu Korrosion, verzogenen Kunststoffteilen oder defekten Decodern. Besonders Temperaturschwankungen und Feuchtigkeit setzen den Modellen zu. Eine stabile Umgebung schützt vor diesen Einflüssen und verhindert langfristige Schäden.
Der richtige Lagerort
Am besten werden Modelleisenbahnen an einem trockenen, staubarmen und temperaturstabilen Ort aufbewahrt. Ideal sind Wohnräume, Schränke oder spezielle Vitrinen. Dachböden und Keller sind wegen Feuchtigkeit und Temperaturschwankungen nur bedingt geeignet.
- Temperatur: Zwischen 15 und 25 Grad Celsius
- Luftfeuchtigkeit: 40 bis 60 Prozent
- Keine direkte Sonneneinstrahlung: UV-Licht bleicht Farben aus und schädigt Kunststoffe
Wichtig ist eine möglichst konstante Umgebung. Extreme Kälte oder Hitze kann bei Kunststoffteilen Spannungen verursachen und elektronische Bauteile beeinträchtigen.
Verpackung und Schutzmaterial
Zur Lagerung eignen sich am besten die Originalverpackungen der Modelle. Sie bieten optimalen Schutz vor Stößen und Staub. Wenn keine Verpackung vorhanden ist, kann man auf säurefreies Seidenpapier, Luftpolsterfolie oder Schaumstoffeinlagen zurückgreifen.
Tipps zur sicheren Verpackung
- Lokomotiven und Wagen einzeln verpacken, um Kratzer zu vermeiden.
- Kupplungen und empfindliche Teile mit Schaumstoffpolstern schützen.
- Keine Zeitungspapiere verwenden, da Druckerschwärze Materialien angreifen kann.
- Haftreifen entlasten, indem man die Lok leicht anhebt oder auf die Seite legt.
Für längere Lagerzeiten kann man Silicagel-Beutel beilegen, um Feuchtigkeit zu absorbieren und Korrosion zu verhindern.
Lokomotiven richtig lagern
Lokomotiven sollten immer staubgeschützt und möglichst in liegender Position gelagert werden. Eine senkrechte Lagerung kann zu Verformungen der Achsen oder zum Lösen von Kleinteilen führen. Auch sollte das Gewicht gleichmäßig verteilt sein, damit keine Haftreifen gequetscht werden.
Vor der Einlagerung empfiehlt sich eine Reinigung und leichte Schmierung der beweglichen Teile. So trocknet das Öl nicht ein und die Mechanik bleibt geschmeidig. Wichtig ist, überschüssiges Öl zu entfernen, da es Staub bindet.
Wagen und Zubehör aufbewahren
Wagen, Figuren und Gebäude lassen sich platzsparend in Sortimentskästen oder Kunststoffboxen mit Trennfächern lagern. Dabei sollten die Modelle nicht aufeinanderliegen, um Druckstellen zu vermeiden. Für größere Sammlungen sind Schubladensysteme mit Schaumstoffeinlagen ideal.
| Modelltyp | Empfohlene Lagerung |
|---|---|
| Lokomotiven | In Originalverpackung oder Schaumstoffbox, liegend und staubfrei |
| Wagen | Sortiert in Kunststoffboxen mit weicher Einlage |
| Gebäude | In Kartons mit Luftpolsterfolie, trocken und lichtgeschützt |
| Zubehör und Figuren | In kleinen Behältern mit Beschriftung, geordnet nach Thema |
Elektronik und Decoder schützen
Elektronische Komponenten wie Decoder, Lichtmodule oder Transformatoren reagieren empfindlich auf Feuchtigkeit und Staub. Sie sollten stets trocken und möglichst staubdicht verpackt werden. Bei längerer Lagerung empfiehlt es sich, Decoder aus der Lok zu entnehmen, falls keine regelmäßige Nutzung geplant ist.
Auch Batterien oder Akkus sollten vor der Einlagerung entfernt werden, um Auslaufen zu verhindern. So bleiben alle elektrischen Komponenten funktionsfähig.
Gleise und Weichen aufbewahren
Gleise und Weichen sollten trocken, flach und getrennt voneinander gelagert werden. Besonders bei Märklin-Gleisen mit Mittelleiter empfiehlt sich eine Kontrolle auf Korrosion. Vor der Einlagerung können die Kontaktflächen mit einem weichen Tuch und Isopropanol gereinigt werden.
Wer viel Zubehör besitzt, kann einzelne Gleisabschnitte in Zip-Beuteln oder beschrifteten Kartons lagern, um Übersicht zu behalten.
Regelmäßige Kontrolle und Pflege
Auch bei längerer Lagerung sollten Modelle regelmäßig überprüft werden. Ein kurzer Funktionstest alle paar Monate verhindert, dass Motoren oder Decoder durch Stillstand Schaden nehmen. Räder und Kontakte können bei dieser Gelegenheit gereinigt werden.
- Mindestens alle sechs Monate Sichtprüfung auf Staub und Korrosion
- Gelegentlich Lok kurz laufen lassen, um Motor zu bewegen
- Feuchtigkeit im Lagerraum regelmäßig kontrollieren



