Die Lokkarte ist ein praktisches Speichermedium von Märklin, das Lokomotivdaten wie Adresse, Name, Symbole und Funktionszuordnungen speichert. Sie ermöglicht es, Loks einfach zwischen Steuergeräten zu übertragen oder nach einem Reset schnell wieder einzurichten. Besonders bei der Mobile Station 2 ist die Lokkarte ein wichtiges Hilfsmittel für eine unkomplizierte Lokverwaltung.
Grundprinzip: Wozu dient eine Lokkarte?
Eine Märklin Lokkarte dient dazu, die Daten einer digitalen Lok zu sichern und auf ein anderes Steuergerät zu übertragen. Sie funktioniert ähnlich wie ein USB-Stick, speichert jedoch ausschließlich Lokdaten für das Märklin-Digitalsystem.
Mit ihr lassen sich Loks, die einmal an einer Mobile Station 2 programmiert wurden, einfach auf eine andere Mobile Station oder sogar auf eine Central Station übertragen. So bleiben alle individuellen Einstellungen erhalten.
Wie funktioniert die Lokkarte?
Die Lokkarte wird direkt in den dafür vorgesehenen Kartenschlitz der Mobile Station 2 gesteckt. Über das Menü kann eine Lok entweder auf die Karte gespeichert oder von dort geladen werden.
Beim Speichern werden folgende Daten auf die Karte übertragen:
- Lokname und Symbol
- Lokadresse (mfx, Motorola oder DCC)
- Funktionssymbole wie Licht, Sound, Rauchgenerator
- Geschwindigkeitseinstellungen und Betriebsparameter
Die Karte kann anschließend in einer anderen Steuerung verwendet werden, wodurch die Lok dort automatisch erkannt und geladen wird. Das spart Zeit und verhindert Fehleinstellungen.
Wann ist eine Lokkarte besonders nützlich?
Eine Lokkarte ist vor allem dann hilfreich, wenn mehrere Mobile Stations im Einsatz sind oder Loks regelmäßig zwischen verschiedenen Anlagen fahren. Auch als Backup-Lösung ist sie praktisch – falls die Mobile Station zurückgesetzt wird, lassen sich die Lokdaten in wenigen Sekunden wiederherstellen.
Darüber hinaus nutzen viele Modellbahner Lokkarten als eine Art Archiv, um den Überblick über ihre Lokomotiven zu behalten. Auf jede Karte passen die Daten einer Lok, weshalb man für größere Sammlungen mehrere Karten verwenden kann.
Lokkarte und mfx – wo liegt der Unterschied?
Während mfx-Lokomotiven ihre Daten automatisch an die Zentrale übermitteln, ist die Lokkarte vor allem für manuelle Datensicherung oder nicht-mfx-Loks gedacht. Sie ist also eine Ergänzung, kein Ersatz für mfx.
Eine mfx-Lok wird von der Mobile Station oder Central Station automatisch erkannt, sobald sie aufs Gleis gestellt wird. Bei älteren Motorola- oder DCC-Loks kann die Lokkarte dagegen helfen, die Adresse und Funktionen komfortabel zu übertragen.
| Merkmal | mfx | Lokkarte |
|---|---|---|
| Automatische Lok-Erkennung | Ja | Nein |
| Manuelle Speicherung möglich | Nein | Ja |
| Kompatibel mit älteren Loks | Teilweise | Ja |
| Datenübertragung zwischen Steuergeräten | Begrenzt | Einfach per Karte |
Wie erstellt oder verwendet man eine Lokkarte?
Das Anlegen einer Lokkarte ist einfach. Über die Mobile Station 2 kann man im Menü unter „Lok bearbeiten“ oder „Lok sichern“ die Daten auf die Karte übertragen. Dabei wählt man die gewünschte Lok aus, steckt die Karte ein und bestätigt den Speichervorgang.
Schritte im Überblick
- Lok auf der Mobile Station auswählen
- Lokkarte einstecken
- „Lok auf Karte speichern“ im Menü auswählen
- Speichervorgang bestätigen
Zum Laden der Lokdaten auf einer anderen Mobile Station wird die Karte eingesteckt und die Funktion „Lok von Karte laden“ gewählt. Die Lok steht danach sofort wieder mit allen Funktionen bereit.
Vorteile einer Märklin Lokkarte
- Einfache Datensicherung: Alle Lokdaten bleiben erhalten, selbst nach einem Reset.
- Schnelle Übertragung: Loks lassen sich bequem auf andere Steuergeräte übertragen.
- Kompatibel mit älteren Systemen: Auch für nicht-mfx-Loks geeignet.
- Übersichtliche Verwaltung: Jede Karte speichert genau eine Lok – ideal für Sammler.
Was kostet eine Lokkarte?
Eine Märklin Lokkarte kostet im Handel etwa 10 bis 15 Euro pro Stück. Im Set sind oft mehrere Karten enthalten, was sich für größere Lokbestände lohnt. Gebrauchte Lokkarten können ebenfalls problemlos wiederverwendet werden, da sie jederzeit neu beschrieben werden können.



